Fankfurt/Markdorf - Zur Preisverleihung "Awards 2002" des Club of
Budapest waren viele Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland in
die Paulskirche nach Frankfurt gekommen. Unter anderem waren es
Sir Peter Ustinow, Marcel Reich-Ranicki, Dietmar Schönherr und
Dr. Karan Singh (Nachfahre des Maharadscha von Kaschmir), die der
Einladung des Club of Budapest gefolgt waren. Und auch Vinay Sansi
und Claudia Pohl (Gründerin Prayas Deutschland) von der
Bermatinger Kulturoase Shiva waren dabei. "Die diesjährigen
Preisträger sind Beispiele dafür, wie jeder einzelne Bürger an der
Gestaltung der Zukunft mitwirken kann," sagt Erwin Laszlo, Präsident
des Club of Budapest. "You can change the world" (Du kannst die
Welt verändern) lautet das Motto des Club of Budapest. Vinay
Sansi ist Vorstandsmitglied von "terra-network", einer
Partnerorganisation des Club of Budapest. Im Vorfeld hatte er bei
der Organisation des Ereignisses mitgewirkt und unter anderem
Sponsoren für die Versteigerung und die Veranstaltung gewonnen.
In einem persönlichen Gespräch mit Sir Peter Ustinow diskutierte
er lange über die Herausforderungen der heutigen Zeit. Von dem
"World-Wide-Water"-Projekt des Bermatingers war Peter Ustinov so
begeistert, dass er erwägt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.
Dazu möchte er, wenn es seine Gesundheit erlaubt, demnächst in
die "Kulturoase Shiva" nach Bermatingen kommen.
Einen idealen Gesprächspartner für ihr Straßenkinderprojekt
"Prayas" in Delhi/Indien fand Claudia Pohl in Dietmar Schönherr.
Der bekannte Schauspieler unterstützt Straßenkinderprojekte in
Nicaragua, und so ergaben sich viele gemeinsame Berührungspunkte.
Vinay Sansi hatte auch die Lehrer der umliegenden Schulen auf die
Veranstaltung aufmerksam gemacht und ihnen eine Einladung für die
Preisverleihung in der Paulskirche zugeschickt. "Mir ist es wichtig,
die Schüler und Jugendlichen in die Lösung der Probleme von heute mit
einzubeziehen, " erklärte Sansi.
So war auch Siegfried Utermark, stellvertretender Studienleiter der
der Schloss-Schule Salem, mit drei Schülern der Oberstufe zu der
Preisverleihung gefahren. "Wir waren von der Veranstaltung
begeistert," erzählte Utermark, "ganz besonders von den Preisträgern.
Sie zeigen, wie auch ein Einzelner versuchen kann, die Welt zu
verbessern." Besonders fasziniert waren die Schüler von den
ausgezeichneten Projekten. Nach der Preisverleihung nahmen sie an
einem Stehempfang in der Paulskirche teil, wo sie unter anderem
mit Karan Singh über die Projekte und die anstehenden Probleme
diskutiert haben. Die Schüler werden nach den Herbstferien ihre
Erlebnisse in Frankfurt und über die Projekte im Rahmen einer
Schülerversammlung reden.
IVETA UNTERBUSCH
Bericht im Südkurier Nr. 248/58.JAHR
Freitag, 25.Oktober 2002